Cupido, Jilliane Hoffman

 

Das Grauen greift um sich. Kein leichtes wohliges Gruseln, sondern echtes Grauen. Man muss schon hart gesotten sein, um zu verhindern, dass einem bei diesem Thriller das Blut in den Adern gefriert.

Wer bisher dachte, dass Einbruch und Vergewaltigung irgendwann einmal vergessen sind, der sieht sich hier einem Kriminalroman gegenüber, nach dem es völlig abwegig ist, dass das jemals der Fall sein kann.

Chloe ist eine Frau auf dem Weg nach oben. Das Jura-Examen ist fast geschafft. Der Job wartet schon auf sie, der Freund scheint kurz vor einem Heiratsantrag zu stehen. Sie sieht gut aus, und blickt tatendurstig und aktiv in die Welt. Doch plötzlich ist alles anders. Genervt über einen misslungenen Abend schläft Chloe ein, der Alptraum, der sie kurz darauf überfällt ist leider keiner, sondern schreckliche Realität.
Ein Mann mit Clownmaske ist bei ihr eingebrochen. Er kennt intimste Details aus ihrem Leben und ihrer Post und er redet mit ihr. Sie sieht diese Clownmaske, einen Körper mit bestimmten Narben, durchlebt Misshandlungen der grausamsten Art und hört dazu seine Stimme. Eine Stimme, die sie niemals vergessen wird.
Am Anfang überlebt allein der Körper. Der Geist ist voller Panik, Schrecken und Angst und wird nie wieder davon befreit. Das Leben, wie Chloe es bisher kannte ist vorbei. Atemlos verfolgt man den Fortgang ihrer zerstörten Intimität und Persönlichkeit.

10 Jahre später: C.J. ist Staatsanwältin und lebt in einem sorgsam zurechtgebogenen Umfeld. Gerade ist der Polizei ein großer Fisch ins Netz gegangen, der Serienmörder Cupido. Und C.J. ist Teil der Sonderkommision, die diesen Fall bearbeitet. Beim ersten Treffen mit Cupido ist ihr klar, dass er ihr Vergewaltiger vor 10 Jahren war, das darf allerdings außer ihr keiner wissen, denn sonst wird jemand anderer den Fall übernehmen und ggf. wird Cupido entkommen. Die Folgen für sie wären dann vorhersehbar, denn auch er hat sie erkannt.

Dieser Roman ist ein Psychothriller der außergewöhnlichen Art.

Der Überraschungsbestseller von Anfang Feburar 2004 ist wirklich atemberaubend böse, grausam, spannend, verwirrend. Die Vorstellung, dass es Psychopathen, die zu solchen Taten fähig sind, tatsächlich gibt, ist bereits erschreckend. Die Mischung aus spannendem Justizthriller, gewürzt mit der richtigen Prise Psycho, ergibt insgesamt einen klasse Krimi.

Dirk Zwirlein

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Zu weit draußen, Johannes Groschupf

 

Der fünfunddreißigjährige Reisejournalist Jan Grahn überlebt einen Hubschrauberabsturz in der algerischen Sahara, doch seine Haut ist zu großen Teilen verbrannt. Nach über einem Jahr Krankenhausaufenthalt kommt er zurück nach Berlin, voller Scham über sein entstelltes Aussehen.
Seine Frau, von der er sich schon vor dem Unfall getrennt hatte, will ihn nicht mehr sehen.
Seine Angehörigen und seine alten Freunde sind irritiert. Sie versuchen ihn aus falsch verstandenem Mitleid zu schonen, was ihm nicht weiterhilft. Grahn will nicht mehr im alten Beruf arbeiten, geht lieber zum Sozialamt und lässt sich zum Laubharken in der Hasenheide anstellen.
Seine Kinder sieht er anfangs nur selten, aber sie laufen wenigstens nicht vor ihm weg. Auch Tanja, die er beim Laubharken kennen lernt, hat keine Probleme mit ihm. Sie und die Liebe seiner Kinder, die sich immer besser an ihn gewöhnen und die es schließlich sogar schaffen, dass er mit ihnen ins Schwimmbad geht, geben ihm letztlich die Kraft zum Weiterleben.

Ich konnte die Gefühle und Ängste so gut nachvollziehen, dass mir beim Lesen fast schwindelig wurde. Das Buch liest sich wunderbar und hat mich zutiefst berührt. Ich fand es einfach atemberaubend vor Spannung und auch vor Beklemmung.

Dirk Zwirlein

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Big Bang, Simon Singh

 

Simon Singh, der es wie kein anderer versteht, wissenschaftliche Themen spannend und leicht verständlich zu erklären, führt in seinem neuen Buch in die Geheimnisse der Theorie vom Urknall ein. Dabei erklärt er ganz nebenbei wie Wissenschaft funktioniert, was eine gute Theorien ausmacht und welches die grundlegensten Aussagen der Physik sind. Heraus kam ein Buch das Lesevergnügen bietet, zugleich aber auch sehr informativ und lehrreich ist. Letzteres wird durch zahlreiche Skizzen und Kapitelzusammenfassungen verstärkt.

Wie alles anfing:

„Wissenschaftlich gesehen ist diese Big-Bang-Annahme die bei weitem ungenießbarere. Denn es handelt sich um einen irrationalen Prozess, der nicht in wissenschaftliche Begriffe gefasst werden kann. (...) Auch aus philosophischer Sicht kann ich keinen guten Grund erkennen, weshalb der Big-Bang-Gedanke vorzuziehen wäre.“ Immer wenn Fred Hoyle zu den Worten „Big Bang“ kam, nahm seine Stimme einen etwas verächtlichen Tonfall an. Schließlich ging es ihm bei dieser 1950 ausgestrahlten BBC-Radiosendung darum, seine wissenschaftlichen Gegner mit dem von ihm gerade erfundenen Begriff lächerlich zu machen. Die Attacke des Kosmologen aus Cambridge ging allerdings nach hinten los. Und so kam es, dass ausgerechnet der größte Kritiker der Theorie des Big Bang sie unversehens selbst taufte.

Dies ist nur eine der vielen Geschichten, die Simon Singh in seinem neuen Buch über die Vorgeschichte, die Entdeckung und die Bestätigung der Urknalltheorie erzählt.
Auf den ersten hundert Seiten wird zunächst der Übergang von der Mythologie zur Kosmologie rekapituliert. Von Eratosthenes, der bereits im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung mit einem einfachen Experiment den Erdumfang berechnete, bis zur anschaulich geschilderten Durchsetzung des heliozentrischen Weltbilds durch Kopernikus & Co am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Vom Big Bang ist da weit und breit noch keine Spur: In der Kosmologie um 1900 herrschte unangefochten das Bild des ewigen und immergleichen Universums, das erst durch Albert Einstein erschüttert wurde – obwohl der selbst am allerwenigsten daran ändern wollte. Denn obwohl seine 1915 veröffentlichte Allgemeine Relativitätstheorie eigentlich darauf hinauslief, dass das Universum aufgrund der Gravitation kollabieren könnte, wollte Einstein das statische Universum „retten“, indem er die „kosmologische Konstante“ einführte und damit seinen wohl größten physikalischen Irrtum beging.
So war es dem belgischen Priester und Kosmologen Georges Lemaître vorbehalten, auf Basis der Allgemeinen Relativitätstheorie als erster Wissenschaftler überhaupt zu behaupten, dass es irgendwann einmal einen Moment der Schöpfung gegeben haben müsse.

Der Astronom Edwin Powell Hubble konnte zeigen, dass sich unser Universum ausdehnt – und dass es auch einen Anfang gehabt haben muss. Damit war der Big Bang aber noch lange nicht bewiesen.

Und nun geht es erst richtig los.

Die weiteren Bestätigungen des Big Bang – vor allem durch die Entdeckung der Hintergrundstrahlung – werden anschaulich und spannend rekonstruiert: insbesondere die Entdeckung der Hintergrundstrahlung durch die Astronomen Arno A. Penzias und Robert W. Wilson.
Der nie langweilige Grundkurs in Astronomie endet dann im Jahr 1992, als nach aufwendigen und lange vergeblichen Experimenten die genaue Struktur der Hintergrundstrahlung bestimmt werden konnte und damit auch das Alter des Universums, nämlich rund 14 Milliarden Jahre.

Abschließend folgt noch eine Sammlung von Zitaten, die erklären, was Wissenschaft ist, ein Glossar und eine kommentierte Literaturliste.

Erzähltechnisch spielt der menschliche Faktor die entscheidende Rolle, der sich auch schon in den beiden früheren Büchern von Simon Singh als Erfolgsmodell bewährt hatte: Forscher sind für ihn auch nur Menschen, die sich irren, aber eben auch geniale Einfälle haben können. Es gelingt ihm, einige vergessene Wissenschaftler und vor allem Wissenschaftlerinnen zu rehabilitieren, deren Leistungen in den einschlägigen Darstellungen oft übergangen werden.

Dirk Zwirlein

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Zwischen Gott und der See, John Vermeulen

 

Er gilt als der „Weltbeschreiber“. Mit seiner Erfindung, der „Mercator-Projektion“ gelang es dem Niederländer Gerhard Mercator (1512- 1594) erstmals die Kugelform der Erde auf eine zweidimensionale Karte zu übertragen. Diese Erfindung veränderte die Welt und machte die Seefahrt sicherer. Auch die Bezeichnung „Atlas“ für eine Kartensammlung geht auf Mercator zurück.

Gerhard Mercators Schwiegermutter ist ein Besen, aber sie das Geringste seiner Probleme. Viel gefährlicher ist die katholische Kirche, die seine Ideen von der Kugelgestalt der Erde, seinen Versuch, die Welt so zu beschreiben, dass jeder zwischen Legende und Wahrheit unterscheiden konnte, seine „lutherischen Ansichten" heftig bekämpfte, denn Mercator lebte im 16. Jahrhundert. Damals ging es nicht nur um den "richtigen" Glauben zwischen Luther und Papst, es ging auch um die richtige Wissenschaft.

Nach seinem Studium der Philosophie wendete sich Mercator der Kartographie und dem Instrumentenbau für die Seefahrt zu. Selbst nie aus den Niederlanden herausgekommen, gelang es ihm, ein großes Netzwerk an Informanten aufzubauen und mit Hilfe von deren Kenntnissen über fremde Länder, Küsten und Meere immer genauere Karten zu erstellen. Seine Globen und Meßinstrumente fanden schließlich den Weg an den Hof Kaiser Karls V.

Der „Lutherei“ angeklagt, verbrachte Mercator mehrere Monate im Kerker. Aber er hatte Gönner am Hof von Kaiser Karl V.. Sie sorgten für seine Befreiung aus dem Inquisitionsgefängnis. Mercator zog aus dem ideenfeindlichen niederländischen Löwen ins tolerantere Duisburg - und wurde weltberühmt durch seine „Mercator-Projektion“.

Zu Mercators Zeit entstanden die Wissenschaften der Astronomie und der Geographie und ihre Begründung durch Fakten statt den Glauben. Vermeulen zeigt, wie gut wir es heute haben, wie schwer unsere forschenden Vorfahren arbeiten mussten, wie viele Opfer von ihnen verlangt wurden, wenn sie erfolgreich sein wollten. Er lässt die geschilderte Zeit wirklich lebendig werden und vermittelt wissenschaftliche und historische Informationen mit so lässiger Hand, dass man beim Lesen dieses historischen Romans viele Informationen „einfach so“ mit aufnimmt.

Dirk Zwirlein

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Null, Adam Fawer

 

David Caine ist ein Mathematikgenie. Die Stochastik liegt ihm im Blut. Schneller als ein Taschenrechner kann er jede Wahrscheinlichkeitsrechnung lösen. Das macht ihn nicht nur zu einem begabten Statistikdozenten an der Universität, sondern auch zu einem erfolgreichen Pokerspieler. Denn Caine kann anhand der gespielten Karten in Sekundenbruchteilen errechnen, welche Gewinnchancen er mit seinem eigenen Blatt hat. Doch er hat ein Problem: Er leidet unter Epilepsie und wird immer wieder von schweren Anfällen heimgesucht. Das kostet ihn zuerst seinen Dozentenjob und bringt ihn wenig später auch beim Pokern in Schwierigkeiten. Denn bei einem risikoreichen Kartenspiel in einem heruntergekommenen Club leiht sich David Caine viel Geld von der Russenmafia - und verliert das Spiel, weil er wieder einen Anfall erleidet.

Nun steht Caine vor dem Nichts: Er ist mittellos, die Mafia will ihr Geld und er kann noch nicht einmal die Stadt verlassen. Denn er nimmt an einem medizinischen Experiment teil, das seine als unheilbar geltende Epilepsie vielleicht doch noch verschwinden lassen könnte. Die Lage scheint hoffnungslos. Doch gerade, als sich ihm auch noch die Ex-CIA-Killerin Nava Vaner an die Fersen heftet, scheint sich das Blatt für Caine zu wenden. Durch seine neuartigen Epilepsie-Medikamente kann der gescheiterte Mathematiker plötzlich in die Zukunft sehen - und diese auch durch seine Handlungen ändern. Stück für Stück wird sich Caine nun seiner Macht bewusst.

Adam Fawers Roman ist zwiespältig - mal bietet er spannende Krimikost, mal werden die Inhalte einer Statistikvorlesung bis ins kleinste Detail erläutert. Doch gerade diese Mischung macht das Buch so gut. Herausgekommen ist ein Wissenschaftsthriller, der das Fach "Mathematik" sogar für völlige Laien hochinteressant macht. Und als Belohnung für jeden mathematischen Absatz bekommt der Leser gleich anschließend wieder das, was er von einem guten Agentenroman erwartet: Durchtriebene Bösewichte, wilde Verfolgungsjagden und einen intelligenten und unvorhersehbaren Storyverlauf. Ein Buch, dass leider viel zu kurz ist.

Dirk Zwirlein

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Die Vermessung der Welt, Daniel Kehlmann

 

Die „Vermessung der Welt“ handelt von zwei unterschiedlichen Forschern. Da ist zum einen der Mathematiker Carl Friedrich Gauß, lebensuntüchtig und übellaunig, ein Stubenhocker und Eigenbrötler, aber ein Genie. Und da ist Alexander von Humboldt, der Forscher und Abenteurer, der mit geradezu manischer Lust die Welt bereist, in Südamerika Höhlen erkundet, Vulkane erklimmt und sich durch den Urwald kämpft. Zwei höchst unterschiedliche, fast schon komplementäre Typen, die - jeder auf seine Weise - die Welt vermessen.

Humboldt fügt sich in Selbstversuchen schmerzhafte, bis zur Bewusstlosigkeit führende Wunden zu, während Gauß, das Wunderkind aus einfachen Verhältnissen, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren, ein Mathebuch auf Gymnasialniveau bereits in der Grundschule versteht und sich darüber wundert, dass all die Menschen um ihn herum so langsam sind.

Historisch verbürgt ist eine Begegnung von Gauß und Alexander von Humboldt 1828 bei einem Kongress in Berlin. Auf diese Begegnung läuft Kehlmanns Doppelroman zu, der abwechselnd Kapitel für Kapitel mal den einen, mal den anderen der beiden Helden beobachtet und beschreibt. Ansonsten geht Kehlmann mit den historischen Fakten sehr frei um.

Im September 1828 verlässt der größte Mathematiker des Landes zum ersten mal seit Jahren seine Heimatstadt, um am Deutschen Naturforscherkongress in Berlin teilzunehmen. Selbstverständlich wollte er nicht dorthin. Monatelang hatte er sich geweigert, aber Alexander von Humboldt war hartnäckig geblieben, bis er in einem schwachen Moment und in der Hoffnung, der Tag käme nie, zugesagt hatte. Nun also versteckt sich Professor Gauß im Bett. Als Minna, seine Frau, ihn auffordert aufzustehen, die Kutsche warte und der Weg sei weit, klammert er sich ans Kissen und versucht seine Frau zum Verschwinden zu bringen, indem er die Augen schließt. Als er sie wieder öffnet und Minna noch immer da ist, nennt er sie lästig, beschränkt und das Unglück seiner späten Jahre.

Die Begegnung der beiden Forscher selbst bleibt merkwürdig blass und unspektakulär im Vergleich zu der hochgespannten Erwartung, die im Verlauf des Buches aufgebaut wird. Die beiden großen Alten haben sich wenig zu sagen. Ein Aneinander-Vorbei-Gerede ist die Folge. Was sie verbindet, ist ihr ungeheures Selbstbewusstsein und die Überzeugung, immer Recht zu haben.

Die letzte Expedition Humboldts gerät zur Farce: Empfänge und Kutschen statt Kannibalen und lange Fußmärsche sind die Folge seines Ruhmes und des über 200 Mann starken Expeditionsteams. Gauß setzt sich vor seinen selbstentwickelten Apparat und wartet auf Signale seiner verstorbenen Frau. Das Ende der beiden Wissenschaftler ist gekommen; noch vor deren Tod.

Wer eine ausführliche Biographie über Humboldt und Gauß erwartet oder mit naturwissenschaftlichen Erklärungen und mathematischen Beweisen rechnet, sollte andere Bücher zur Hand nehmen. Auch das Vermeiden von direkter Rede ist zunächst doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Dirk Zwirlein

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Gletschergrab, Arnaldur Indridason

 

Arnaldur Indridason kannte man im deutschsprachigen Bereich bisher nur aufgrund seiner Kriminalromane rund um Kommissar Erlendur. "Gletschergrab" ist einer der älteren Romane von Arnaldur Indridason, aber eben erst kürzlich ins Deutsche übersetzt worden. Der Roman ist ein Politthriller, der bis zum Ende des II. Weltkrieges zurückreicht. Er baut ihn auf der sog. "Operation Unthinkable" auf. Dies war der Code für einen Plan Churchills die Sowjetunion nach dem Ende des II. Weltkrieges anzugreifen und dabei auch Teile der gerade erst besiegten Deutschen Wehrmacht einzusetzen. Nachdem es jahrzehntelang zunächst nur Gerüchte um einen solchen Plan gab, wurden in den 80iger Jahren Dokumente in Britischen Archiven gefunden, die belegen, dass Churchill tatsächlich einen solchen Plan in der Schublade hatte, ihn am Ende dann aber doch verwarf. Diesen Plan nun hat Indridason zum Ausgangspunkt für seinen Roman genommen.

Kurz vor Kriegsende stürzt eine deutsche Junkers JU 52 über dem größten europäischen Gletscher, dem Vatnajökull, ab. Das Flugzeug wird von Amerikanern gesteuert und ist mit amerikanischer Tarnung bemalt, transportiert aber auch einige hochrangige Wehrmachtsangehörige. Der Absturz wird von zwei Brüdern beobachtet, die am Rande des Gletschers leben und Hilfe holen. Sie helfen bei der Rettungsaktion, die aber keinen Erfolg zeitigt - die Maschine ist im Ewigen Eis versunken. Zwanzig Jahre später taucht die Maschine für einige Tage wieder auf, die sofort begonnene Suchaktion bleibt aber erfolglos.

1999, wird auf Satellitenfotos des isländischen Gletschers das Flugzeug gesichtet, und der amerikanische Militärgeheimdienst beginnt sofort mit einer groß angelegten Aktion um die Maschine außer Landes zu bringen. Dabei werden die Soldaten von zwei jungen Männern beobachtet, die an einer Rettungsübung am Gletscher teilnehmen. Einer der beiden hat gerade noch die Möglichkeit seine Schwester Kristin anzurufen, als sie auch schon festgenommen werden. Während die beiden gefoltert und in eine Gletscherspalte geworfen werden, macht der Geheimdienst Jagd auf Kristin. Welches Geheimnis ist in der Frachtmaschine vergraben, das den Amerikanern so große Sorgen macht, dass sie Menschenleben dafür opfern und eine diplomatische Krise mit einem Verbündeten riskieren?

In Gletschergrab stellt Arnaldur Indridason eindrucksvoll dar, wie übel unschuldigen Menschen durch die Machenschaften von Geheimdiensten mitgespielt wird. Seine bissigen Anspielungen auf die anhaltende Militärpräsenz der USA und deren Gebaren auf Island, lassen nur vordergründig anti-amerikanische Züge erkennen. Hintergründig klagt er viel mehr eine hoffnungslos verlogene und desillusionierende Großmachtpolitik an, die schlicht über Leichen geht.

Dirk Zwirlein

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Die Fünf Tore, Anthony Horowitz

 

Matt, 14 Jahre, wird bei einem Überfall erwischt. Um nicht in ein Heim bzw. eine Besserungsanstalt zu müssen, macht er bei einem Jugendprogramm auf dem Lande mit. "F E D" nennt sich dieses Programm und steht für

"Freiheit - Erziehung - Disziplin"

Doch als er auf der Farm zu seiner neuen Pflegemutter kommt, ist alles ganz anders. Matt merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Er wird wie ein Gefangener behandelt und auch sonst passieren dort merkwürdige und unheimliche Dinge um ihn herum. Und was bedeutet dieser Traum, den Matt Nacht für Nacht hat? Drei Jungen und ein Mädchen rufen darin um seine Hilfe. Oder warnen sie ihn? Wovor? - Matt weiß, jede Sekunde, die er länger auf dieser Farm bleibt, könnte seinen Tod bedeuten... , denn er ist Teil einer dämonischen Verschwörung...

Wer ist eigentlich Anthony Horowitz? Man sagt, er sei der Stephen King für Jugendliche. Aber wer ist eigentlich Stephen King?! Dieses Buch ist superspannend, vom Anfang bis zum Ende. Man legt es, auch als Erwachsener, nicht mehr aus der Hand.

Isabell Jung

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Reise in die Nacht, Gianrico Carofiglio

 

Gianrico Carofiglio, geboren 1961, hat als Staatsanwalt in Bari im Laufe seiner Karriere zahlreiche Mafiosi hinter Gitter gebracht. Jahrelang konnte er sich nur mit Begleitschutz bewegen. Seine Kenntnisse des talienischen Justizsystems geben den realistischen Hintergrund seiner Kriminalromane um den sympathischen Anwalt Guido Guerrieri ab. Als erster seiner drei Romane erschien „Reise in die Nacht“ im Februar im Goldmann Verlag.

Avvocato Guido Guerrieri kann mit sich und seinem Leben durchaus zufrieden sein, er besitzt eine gut gehende Anwaltskanzlei, ist verheiratet und sein gesellschaftliches Leben ist in Ordnung. Seine Arbeit ist moralisch nicht immer ganz einwandfrei und er gönnt sich hin und wieder eine Affäre, was ihn aber keineswegs belastet.

Bis eines morgens die Ankündigung seiner Frau Sara: "Guido, ich möchte, dass wir uns scheiden lassen." seinem gesicherten Leben einen Stoß versetzt. Er zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und glaubt, alles bestens im Griff zu haben, auch wenn er nun ein ausschweifendes Single-Leben mit hohem Alkohol- und Zigarettenkonsum zelebriert. Bis mit einem Mal Angst und Panikattacken dem smarten Anwalt das Leben zur Hölle machen. Es beginnt mit der Angst vor Fahrstühlen, steigert sich zu chronischer Schlaflosigkeit und endet in unkontrollierbaren Heulkrämpfen. Der Gang zum Therapeuten fällt Guido Guerrieri nicht leicht, die verschriebenen Psychopharmaka entsorgt er in der Toilette, nachdem er auf dem Beipackzettel die Nebenwirkungen studiert hat.

Stattdessen geht er zum Boxen, ein Sport, den er in seiner Jugend mit Begeisterung getrieben hat. Langsam und schrittweise beginnt Guido, sich in seinem neuen Leben zurecht zu finden und wird schließlich mit einem Fall konfrontiert, der seine Sicht der Dinge für immer verändern wird.

Ein neunjähriger Junge wurde zwei Tage lang vermisst und schließlich tot auf dem Grund eines Brunnens aufgefunden. Spuren von Gewaltanwendung wurden nicht gefunden, aber ein Schuldiger wird schnell benannt. Der Senegalese Abdou Thiam, ein Immigrant der am Strand von Monopoli gefälschte Markenartikel verkauft, wird beschuldigt, den Jungen getötet zu haben. Es liegen lediglich Indizienbeweise vor, die den ehemaligen Lehrer allerdings schwer belasten. Im Verhör verstrickte er sich in Widersprüche, er gibt an zur Tatzeit in Neapel gewesen zu sein, weigert sich aber, dafür Zeugen zu benennen. Außerdem sagt ein Barbesitzer aus, ihn zur fraglichen Stunde am Strand gesehen zu haben. Obwohl der Senegalese angibt, den Namen des Jungen nie gehört zu haben, findet die Polizei in der Wohnung Thiams ein Polaroidfoto des Jungen. Eine gründliche Beweisführung erscheint der Polizei unnötig, Abdou Thiam wird kurzerhand verhaftet und des Mordes angeklagt.

Abdou streitet alle Vorwürfe ab. Er habe den Jungen nur unter seinem Spitznamen Ciccio gekannt und das Foto von ihm persönlich erhalten. „Ich habe Ciccio nicht umgebracht. Er war mein Freund“. Niemand glaubt dem vorbestraften Senegalesen, nur Guido Guerrieri fühlt sich irgendwie mit ihm verbunden. Er übernimmt die Verteidigung des jungen Mannes und steckt sehr schnell in der Auseinandersetzung um rassistische Vorurteile, eine voreingenommene Justiz und um schlampige Polizeiarbeit. Verzweifelt versucht er Entlastungszeugen zu finden, belastende Zeugenaussagen zu widerlegen und die Fehler in der Ermittlungsarbeit aufzudecken.

Guerrieri erwägt anfänglich, einem Schnellverfahren zuzustimmen, das zwar einen Freispruch unmöglich macht, dem Angeklagten aber einiges an "Rabatt" auf das Strafausmaß einträgt - ein für alle Beteiligten pragmatisches Procedere, das allerdings der Frage der Gerechtigkeit kein allzu großes Augenmerk schenkt. Doch je näher er seinen Klienten kennen lernt und je mehr er sich mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigt, desto entschlossener ist er, in einem öffentlichen Strafprozess um den Beweis der Unschuld Abdou Thiams zu kämpfen.

Leider blendet Carofiglios Gerichtskrimi die kriminalistische Ermittlung komplett aus, die der Geschichte insgesamt mehr Spannung verliehen hätte. Daher ist „Reise in die Nacht" als Krimi nicht ganz überzeugend, als Gerichtsroman allerdings umso mehr, denn Carofiglio kann selbst über Prozesse und Debatten nicht nur authentisch, sondern sehr interessant und mitreißend erzählen.

Dirk Zwirlein

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Projekt Babylon, Andreas Wilhelm

 

Als ein Schäfer irgendwo in Südfrankreich ein verloren gegangenes Schaf aus einer Höhle retten will, (vermute ich zu recht feinsinnige Symbolik?) sieht er sich unversehens einem bläulichem Leuchten gegenüber und flieht, dem Spontanwahn verfallen, bricht sich mehrere Extremitäten, was einen längerfristigen halbkomatösen Krankenhausauffenthalt nach sich zieht. Zwei Wissenschaftler, ein seriöser englischer Historiker und ein französischer Archäologe, dessen zweiter Vorname Indiana oder Hallodri sein könnte (vermute ich zu Recht tief verwurzelte ethnographische Vorurteile?) werden von einer Genfer UNO-Stelle mit der Erforschung der Höhle beauftragt und sehen sich an den Wänden einer Vielzahl von Schriftzeichen aus allen Sprachen dieser Welt, vergangenen wie existierenden, gegenüber und einer Art in den Boden gemeißeltem Siegel. Und einer unsichtbaren Wand, deren Durchdringen zu sofortiger Verwirrung führt. Was ist das für eine Technologie, die diese Wand erzeugt hat? alle Spuren führen nicht nach Rom, sondern - ja Sie ahnen wohin - ins heilige Land, in eine Zeit der Tempelritter und Katharer, die unsägliche Geheimnisse ihr Eigen nannten und überall auf der Welt in verborgenen Höhlen versteckten.
Gewürzt wird die extrem logische Handlung durch eine mysteriöse und selbstsicher deutsche Sprachwissenschaftlerin und eine saftige Sex-Szene, diesmal in Form einer satanischen Orgie. Das ist gar nicht schön, weder im Buch noch beim Lesen. Und dass es am Ende einen mörderischen Wettlauf gegen die Zeit gibt, weil natürlich böse Gegner hinter den Forschungsgeheimnissen her sind und am Zugriff gehindert werden müssen versteht sich von selbst.

Brigitta Lange

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Der Patriarch, Micaela von Marcard

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: dieser Roman spielt in Hamburg, und die Handlung erstreckt sich über das gesamte 20. Jahrhundert, doch die Lektüre unterscheidet sich in vielem von dem, was der Hamburg-Roman erprobte Leser in den vergangenen Jahren kennengelernt hat. Stadtgeschichte steht im Hintergrund. Hier geht es nicht um eine Spiegelung der bürgerlichen Verhältnisse in der hanseatischen Kaufmannsstadt, noch sind hier findige Detektive / Kommissare / Wanderkomödiantinnen am Werk – obschon es durchaus Leichen gibt. Erzählt wird die Geschichte einer Familie des hamburgischen Großbürgertums mit mexikanischen Wurzeln. Hier flirrt es von exotischen Einfällen, skurrilen Charakteren und Ereignissen, die fast zwangsläufig in Katastrophen enden. Die Sprache ist streckenweise poetisch und originell. Doch die Erzählstränge sind verworren, abgehackt und ungeordnet. Für mich persönlich das größte Manko: es gibt keine erkennbare Hauptfigur. Zu Beginn glaubte ich, es sei die „Conquista“, die mexikanische Urgroßmutter, mit der die Familiensaga beginnt. Dann glaubte ich, es sei ihr Sohn, der eine wahrhaft dramatische Entwicklung durchläuft. Irgendwann habe ich die Suche nach bekannten Erzählstrukturen und möglichen Protagonisten aufgegeben. Von der großen Anzahl von handelnden Personen verwirrt, war ich mehrmals in Versuchung, das Buch beiseite zu legen, habe es aber zu Ende gelesen, weil es so anders war als vieles andere. Mein Fazit: interessant, anarchisch – und verzichtbar.

Marit Bengtsson

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Der Funke des Chronos, Thomas Finn

 

Ein Roman, der die Genres sprengt. Phantastischer Thriller, historischer Roman und Science Fiction in einem: die Mischung ist gewagt und äußerst gelungen. Die „Zeitmaschine“ von Orson Wells hat den Hamburger Autoren Finn dazu angeregt, selbst auf Zeitreise zu gehen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart. Der junge Medizinstudent Tobias wird versehentlich in das Jahr 1842 versetzt, in die Wochen vor dem Großen Hamburger Brand. Die Zeitreise ist so sinnlich beschrieben, dass sich der Leser wirklich im historischen Hamburg wiederzufinden meint. Man riecht, schmeckt, sieht und hört, was Tobias erfährt und kann den Roman kaum aus der Hand legen, so spannend ist die Geschichte konstruiert. Thomas Finn gelingt es, seine aufwändigen und sorgfältigen Recherchen zur Geschichte Hamburgs im 19. Jahrhundert nicht schulmeisterlich, sondern aufregend und spannend zu vermitteln. Die Figuren sind zum Teil sehr anrührend, wie die des Wachtmeisters mit der scheinbar unerschöpflich riesigen Familie. Und während der Leser Tobias durch eine Geschichte voller Irrungen und Intrigen folgt, taucht er immer tiefer in die Atmosphäre der alten Hansestadt ein. Bis zum sehr überraschenden Ende.

Marit Bengtsson

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Das Ouzo-Orakel, Frank Schulz

 

Aussteigen als Therapie. Der Held dieses Romans, Bodo Morten, hat das geschafft. Er musste. Nach einer schweren psychischen Erkrankung plus Sanatoriumsaufenthalt sucht er Heilung in Griechenland. Dort lebt er nun schon fünf Jahre in einer einsamen, wunderschönen Bucht ein asketisches Leben strenge Tagesstruktur inklusive: "7 Uhr Schwimmen. 8 Uhr Frühstück, 9 Uhr Studien oder Griechisch lernen. 14 Uhr Gymnastik. 15 Uhr Meditation. 21 Uhr Dorfleben. Später: Lektüre oder Musik."

Bodo hat sich geschworen: "All dieses Gezwinker und Gesäusel, Geflitter und Wimperngeflatter..." Nichts für Mönche, nichts für ihn, den einstigen Experten für Vielweiberei. Das schafft Seelenfrieden. Und das funktioniert, bis er in smaragdgrüne Augen blickt. Augen, die er schon mal gesehen, und in die er sich verliebt hatte. Ganz früher, als er noch im regendurchtränkten Beekdörp (Hagen) bei Stade lebte. Dieses faszinierende Grün gehört Monika Freiymuth, 42, Hausfrau, zwei Kinder, Großmutter, unterwegs, um ihren Mann zu suchen, der sich nach einem Ehestreit ebenfalls nach Griechenland abgesetzt hat.

"Sie betätigt den Blinker, doch sie fährt geradeaus, weiter geradeaus. An dem Abzweig, der zu ihrem Mann führt, vorbei. He!! Ach sei still, Ziege. Was soll das!! Ja ja gleich, ich....Ich - was!! Was geht da mit ihr vor? Sie hat einfach den Fuß auf dem Gaspedal gelassen. Sie fühlt sich wie in einem Segelflugzeug, das gerade abgekoppelt worden ist, und lässt den Fuß auf dem Gaspedal. Kehr um, dumme Kuh! Und plötzlich wird sie geradezu überrannt von der Schönheit der Oleanderallee, deren zarte Blüten in Purpur und Rosa und Weiß ihr zunicken, so eindringlich, dass ihr fast die Luft wegbleibt. Ich bin frei! Niemand wartet auf mich, niemand."

So führt der Zufall diese Monika in das Dorf, wo sich Bodo allabendlich in einer griechisch-deutsch, kurios gemischten Gesellschaft aufhält. Man berlinert, man radebrecht Deutsch, man verwahrlost ein wenig unter diesem ewig blauen Himmel oder dem nächtlich champagnerfarbenen Vollmond.

Dieser Roman ist eine Parodie auf die deutschen Aussteigersehnsüchte. Auf die Ausstrahlung der südlichen Hitze, die nur dann genossen wird, wenn das Palaver über die Esoterik, über die euroamerikanischen Rock-Folk-Wurzeln, über Politik, über die deutsche und einheimische Literatur im Gepäck ist. So erfahren die Leser dann neben der ironisch geschilderten Geschichte von Bodo und Monika so einiges über linksgeknöpfte Frauen und warum sie in der Kirche früher links sitzen mussten. Über diese Landschaft, wo man mit einer starken Brille Waldbrände auslösen kann und wo sich der Nervkram des Lebens häufig in Lachen auflöst. Es wird gegackert und philosophiert. Und hinter manchem so leichtem Gebrabbel versteckt sich Ernsthaftigkeit und die Traurigkeit der Kindheit.

Dieses Buch lebt von der Phantasie des Autors, mit der er Szenen entwerfen kann. Und von seiner Sprache, die kräftig Funken stiebend, nie banal ist. Frank Schulz ist ein Erbsenzähler. Alles hat er überprüft. Die griechischen Sätze und das richtige Berlinerisch. Er hat eine Liste von Sonnen- und Mondaufgängen im Juni 2000 erstellt und sogar das Dorf seines Romans kann man aufsuchen. Er hat die Antike und die griechischen Mythen eingebaut, den Sternenglaube und Zitate aus dem Fernsehen oder von Ernst Jandl.

"Das Ouzo-Orakel" ist ein 545 Seiten schweres, leicht zu lesendes Buch für den Urlaub im Süden. Auch wer die ersten zwei Bände der "Hagener Trilogie" noch nicht kennt, wird sich sofort zur Clique gehörig fühlen.

Dirk Zwirlein

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Allerleibuch - Zwirlein